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Also gestern hatten wir am Wolfsforschungszentrum einen superlustigen Tag: Ich durfte die Team-Mitglieder einen halben Tag lang durch meinen Foto-Workshop leiten. Vom Smartphone bis zur Profikamera war alles dabei und dementsprechend weit gefächert waren die Themen. Ich kam gehörig ins Schwitzen, muss ich zugeben - und dass wir jetzt im April schon Hochsommerwetter haben, sorgte nicht unbedingt für Abkühlung.

Zunächst gab es im Seminarraum ein wenig Theorie, wie man die Kamera bedient und worauf wir in bestimmten Lichtsituationen achten müssen. Zum Glück war die Theorie nicht trocken, und das, obwohl mein Humor manchmal auch recht trocken sein dürfte. Die Bildgestaltung stand dann im Vordergrund. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer machten aktiv bei einigen Tests mit und ich konnte einige Aha-Erlebnisse verteilen.

Zu Mittag gab es zur Stärkung Pizza und einige von uns hatten noch süße Nachspeisen mitgebracht. Diese Stärkung war notwendig, denn nun gings ins Wolfsgehege zu Nanuk und Una ...

Vor allem Nanuk, unser riesiger Wolfsrüde, machte eifrig beim Fotokurs mit. Er bekam meine Kamera und ich zeigte ihm, wie er sie halten und damit fotografieren kann, haha!

Nanuk und Una posierten stolz und obgleich wir eine ziemlich große Gruppe waren, zeigten sie keine Anzeichen von Scheu. Nanuk rieb sein Fell ausgiebig an meinem verschwitzten Shirt. Da im Moment die Wölfe alle noch im Fellwechsel sind, könnt ihr euch vorstellen, wie mein Shirt danach ausgesehen hat. Ich muss noch das Wolfsfell mit dem Klebeband entfernen, bevor ich die Klamotten heute in die Waschmaschine gebe.

Nach dem Shooting bei Nanuk und Una gingen wir zur Wiese runter und wir lernten anschaulich, wie man in der Fotografie die Perspektive gezielt einsetzen kann. Das war für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein erhellendes Erlebnis - und das obwohl ich mich selbst als "Objekt" zur Verfügung gestellt hatte.

Pepeo gehört einer unserer Trainerinnen und wollte auch fotografiert werden. So konnte ich auch ein bisschen Hundefotografie in den Kurs einfließen lassen. Der Druck war natürlich hoch, denn als Coach musste ich natürlich zeigen, wie man Pepeo perfekt in Szene setzt, haha! Wir hatten aber wunderschönes Licht und Pepeo war entspannt und aufmerksam zugleich, so dass die Fotos richtig gut wurden.

Den Abschluss unseres Workshops machte die Bildbearbeitung. Ich zeigte einen einfachen und schnellen Arbeitsablauf und konnte in einige verblüffte Gesichter blicken. Die Fotografie macht einfach nicht nur riesigen Spaß, sondern hält für uns auch Momente unseres Lebens fest, die in einer so schnelllebigen Zeit sonst allzu leicht verschwinden, wie filigrane Seifenblasen.

Apropos Seifenblasen - ach, das ist eine ganz andere Geschichte ...

Rooobert Bayer - Bildender Künstler